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Fachbereich Ästhetik

Ästhetische Behandlungen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Ziel des Fachbereichs Ästhetik sollte sein, die Qualität ästhetischer Behandlungen intern und in der Öffentlichkeit auf Grund wissenschaftlicher Grundlagen zu optimieren. In diesem Zusammenhang sehe ich persönlich die Überarbeitung der S1 Leitlinie „Ästhetische Botulinumtoxin Therapie“ 2017/2018 für sinnvoll und notwendig an. Auch Beteiligungen an klinischen Studien zum Thema Botulinum und Filler machen Sinn, ggf. in Kooperationen mit Pharmafirmen, jedoch unter Wahrung der Unabhängigkeit seitens der DGDC.

Dr. Matthias Imhoff

Dr. med. Matthias Imhoff

Dr. Matthias Imhof ist seit 18 Jahren als Dermatologe und Allergologe in der Hautmedizin Bad Soden tätig. Neben der operativen Dermatologie ist er auf minimal- invasive ästhetische und kosmetische Verfahren spezialisiert. Tätigkeitsschwerpunkte stellen Behandlungen mit Botulinumtoxin, Filler, Laser sowie Chemical Peeling dar.

Hautmedizin Bad Soeden
Kronberger Str. 2 und 36a
65812 Bad Soden

Prof. Dr. med. Alina Fratila

Frau Prof. Dr. -medic (RO) Alina Fratila ist seit 1995 niedergelassen mit Schwerpunkten: operative Phlebologie, Tumorchirurgie (MKC), Lasertherapie (DALM) und ästhetische Dermatochirurgie. 2004 gründete sie die Jungbrunnen-Klinik in Bonn, Fachklinik für plastisch-ästhetische Chirurgie und Lasertherapie unter einem Dach mit der Praxis für Dermatologie und Phlebologie sowie einem Kosmetikinstitut. Sie ist ärztliche Direktorin und führt das oben genannte operative Spektrum sowohl ambulant als auch stationär durch.

Zusammen mit Frau Prof. A. Zubcov-Iwantscheff schrieb sie den Bildatlas Lidchirurgie, welches als erstes Lehrbuch alles Wissenswerte zu den plastisch-ästhetischen Operationsmöglichkeiten in der Orbitalregion anschaulich vermittelt. Seit 2013 jährliche Auszeichnung in der Fokus Ärzteliste „TOP-MEDIZINER“ für Lidkorrektur, Botox und Filler.

Jungbrunnen-Klinik GmbH
Schlegelstraße 12
53113 Bonn

weitere Mitglieder des Fachbereichs Ästhetik

Fachartikel

The Facial Artery - The Main Blood Vessel for the Anterior Face?

Pilsl U1, Anderhuber F1, Neugebauer S1. Dermatol Surg 2016; 42:203–208
1Institute of Macroscopic and Clinical Anatomy, Medical University of Graz, Graz, Austria.

Abstract

BACKGROUND: The facial artery is said to be the main vessel for the blood supply of the anterior face. However, its course is quite often not as described in the textbooks.
OBJECTIVE: The purpose of this study was to find out the different courses of the facial artery, its anastomoses, and its position in relation to the fat compartments of the face.
MATERIALS AND METHODS: With 60 hemifaces three-dimensional reconstructions with computed tomography, cross dissections and horizontal sections were performed.
RESULTS: Of note, 4 types of facial arteries were identified. Not even half of the specimens showed a textbook course of the facial artery and only a quarter of the specimens had a textbook course of the artery on both sides.
CONCLUSION: To know the different appearances of the facial artery can be helpful for filler injection in aesthetic medicine but also for planning flaps in reconstructive surgery.

Der Verlauf in Abb. C (Typ 3) wird in 18,3% am dritthäufigsten beobachtet. Hier endet die A. facialis als A. labialis superior. Die darüber liegenden Anteile des Gesichtes werden von der A. infraorbitalis (blau markiert) und der A. dorsalis nasi (grün markiert) versorgt.
Mit 13,3% stellt der in Abb. D dokumentierte Verlauf (Typ 4) die am seltensten vorkommende Variation dar. Hier teilt sich die A. facialis in einen anterioren und einen posterioren Anteil auf.

Die folgende Abbildung veranschaulicht die in der Untersuchung evaluierten Kombinationen:

A: beide Gesichtshälften zeigen den gleichen Verlauf Typ 1 (25%)

B: eine Gesichtshälfte zeigt den Verlauf Typ 1, die andere Typ 2 (33%)

C: eine Gesichtshälfte zeigt den Verlauf Typ 2, die andere Typ 3 (17%)

D: eine Gesichtshälfte zeigt andere Kombinationen (25%)

 

Bezüglich des Verlaufs der Arterien in Relation zu den Fettkompartimenten konnte die vorliegende Arbeit die aktuelle Literatur bestätigen: Die Arterien verlaufen an der Grenze zu den oberflächlich lokalisierten Fettkompartimenten, die Arterien befinden sich jedoch immer unterhalb dieser.

Für den ästhetisch tätigen Arzt ist es essentiell, die unterschiedlichen variablen anatomischen Verläufe der A. facialis zu kennen, um injektionsbedingte Nebenwirkungen zu vermeiden. Carruthers et al. (2014) berichten über Erblindungen nach Behandlungen mit Filler im Mittelgesicht, Nase, Glabella und der Nasolabialfalten. Hierbei wurde die A. facialis verletzt oder der Filler intravasal injiziert.

Insbesondere Patienten, bei denen eine Anastomose zwischen der A. facialis/angularis und der dorsalen A. nasalis vorliegt, besteht die Gefahr, dass der injizierte Filler entlang der dorsalen A. nasalis in die A. ophthalmica wandern kann (die Autoren habe diese Variation in 76,7% der Anastomosen gefunden). In der Literatur sind ebenso Fälle von Nekrosen (z.B. Lippen und Nase) nach Verletzung der A. facialis oder Abzweige derer beschrieben. Möglich ist dies, weil die A. facialis den unteren Teil des anterioren Teil des Gesichtes und damit auch die Lippen und in den meisten Fällen auch die Nase mit versorgt.

Verfasser

Dr. Matthias Imhof
Hautmedizin Bad Soden
Parkstrasse 6
65812 Bad Soden
www.hautmedizin-badsoden.de