DGDC-Umfrage: Sorge um die Zukunft der ambulanten Dermatochirurgie

13. Oktober 2026
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Befragung von 200 Dermatochirurginnen und Dermatochirurgen zeigt erhebliche Bedenken hinsichtlich einer möglichen Budgetierung operativer Leistungen

Zusammenfassung der Ergebnisse

Die Deutsche Gesellschaft für Dermatochirurgie (DGDC) hat im Rahmen einer Umfrage die Einschätzungen dermatochirurgisch tätiger Ärztinnen und Ärzte zu den möglichen Auswirkungen der im Beitragssatzstabilisierungsgesetz vorgesehenen Änderungen auf die ambulante operative Versorgung erhoben.

Insgesamt beteiligten sich 200 Ärztinnen und Ärzte an der Befragung. Die Ergebnisse zeichnen ein deutliches Bild: Eine mögliche Budgetierung ambulanter dermatochirurgischer Leistungen, insbesondere der operativen Behandlung von Hauttumoren, wird von einem großen Teil der Befragten mit erheblicher Sorge betrachtet.

98% der Teilnehmenden befürchten negative Auswirkungen auf die ambulante dermatochirurgische Versorgung. Besonders kritisch werden dabei die möglichen wirtschaftlichen Konsequenzen für operativ tätige Praxen und Einrichtungen sowie die langfristige Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen und flächendeckenden Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Hautkrebs eingeschätzt.

Die Bedenken beschränken sich dabei keineswegs auf mögliche unmittelbare wirtschaftliche Auswirkungen. Vielmehr verdeutlicht die Befragung, dass die Unsicherheit über die zukünftigen Rahmenbedingungen auch langfristige strukturelle Konsequenzen haben könnte. So äußerten 79% der Befragten Bedenken hinsichtlich zukünftiger Investitionen in operative Infrastruktur, moderne Medizintechnik und den Ausbau dermatochirurgischer Versorgungsangebote. Gerade in einem Fachgebiet, das durch steigende Hautkrebsinzidenzen, zunehmende ambulante Behandlungsmöglichkeiten und hohe technische sowie personelle Anforderungen geprägt ist, sind verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen von zentraler Bedeutung.

Auch die operative Weiterbildung des dermatologischen Nachwuchses wird kritisch gesehen.
69% der Teilnehmenden befürchten negative Auswirkungen auf die Weiterbildungsmöglichkeiten junger Dermatologinnen und Dermatologen. Die ambulante Dermatochirurgie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Vermittlung operativer Kompetenzen. Eine Schwächung bestehender Versorgungsstrukturen könnte daher nicht nur die aktuelle Patientenversorgung beeinträchtigen, sondern langfristig auch die Ausbildung der nächsten Generation operativ tätiger Dermatologinnen und Dermatologen erschweren.


Aus Sicht der DGDC unterstreichen die Ergebnisse die Bedeutung einer nachhaltigen und verlässlichen Finanzierung der ambulanten Dermatochirurgie. Die operative Behandlung von Hauttumoren ist ein unverzichtbarer Bestandteil der dermatologischen Versorgung und angesichts der demografischen Entwicklung und der steigenden Zahl von Hautkrebserkrankungen von wachsender Bedeutung. Gleichzeitig entspricht die Stärkung ambulanter operativer Strukturen dem gesundheitspolitischen Ziel, medizinisch geeignete Eingriffe zunehmend außerhalb stationärer Einrichtungen durchzuführen.


Eine mengenbegrenzende Budgetierung dieser Leistungen würde diesem Ziel entgegenstehen und könnte die wirtschaftliche Grundlage bestehender ambulanter Versorgungsstrukturen erheblich beeinträchtigen.
Die DGDC spricht sich daher ausdrücklich dafür aus, die ambulante operative Behandlung von Hauttumoren auch zukünftig außerhalb einer mengenbegrenzenden Budgetierung zu vergüten. Nur unter verlässlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen können bestehende Versorgungsstrukturen gesichert, notwendige Investitionen ermöglicht und die Weiterbildung kommender Generationen von Dermatochirurginnen und Dermatochirurgen gewährleistet werden.


Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass die zukünftigen Rahmenbedingungen der ambulanten Dermatochirurgie für die teilnehmenden Kolleginnen und Kollegen von zentraler Bedeutung sind. Die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen, flächendeckenden und zukunftsfähigen ambulanten Hautkrebsversorgung muss auch bei gesundheitspolitischen Reformen oberste Priorität haben.

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