Zersplitterte, verdickte, gelblich oder bräunlich verfärbte, aufgerollte, sich ablösende, gestreifte oder eingewachsene Nägel: Veränderungen der Nägel sehen ganz vielfältig aus. Sie können nicht nur optisch stören, sondern auch schmerzhaft und – sehr selten – bösartig sein. Tipp: Nagelerkrankungen sind sehr vielseitig, können aber in der Regel gut behandelt werden. Lassen Sie sich bei Nagelveränderungen frühzeitig dermatologisch beraten. Wichtig zu wissen: Die Nägel bestehen nicht nur aus dem eigentlichen Nagel, Nagelplatte genannt. Die Nägel sind ein ganzes Organ, genauer: ein Hautanhangsgebilde, das aus mehreren Teilen besteht. So können Veränderungen der Nägel nicht nur durch Störungen der Nagelplatte selber, sondern auch durch Störungen des Nagelbetts (das unter der Nagelplatte liegt) oder der Nagelmatrix entstehen. Die Nagelmatrix liegt am oberen Ende des Nagels, teilweise vom Nagelfalz verdeckt, und ist für das Wachstum des Nagels zuständig. Der sichtbare helle Bogen am oberen Ende des Nagels – die Lunula (lateinisch „Möndchen“) – gehört zur Nagelmatrix, die hier durch den Nagel schimmert. Am häufigsten steckt hinter Nagelveränderungen eine Pilzerkrankung. Aber auch entzündliche Erkrankungen wie Psoriasis (Schuppenflechte) oder Lichen ruber (Knötchenflechte), Stoffwechselerkrankungen, ein altes Hämatom (also Bluterguss) oder auch zum Beispiel ein Krallennagel können die Ursache sein. Solche Nagelveränderungen müssen in der Regel nicht operiert werden. Sie können mit konservativen Maßnahmen wie etwa einem Nagellack, der gegen Pilze wirkt, oder einer Behandlung der Grunderkrankung angegangen werden.