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Krankheitsbilder

Pilonidalsinus (Steißbeinfistel)

Ein Pilonidalsinus, umgangssprachlich Steißbeinfistel genannt, ist nach derzeitigen Erkenntnissen eine durch scharfe, steife Haare oder Haarfragmente ausgelöste akute oder chronische Entzündung im Unterhautfettgewebe. Sie befindet sich meistens in der Steißbeinregion etwas oberhalb der Gesäßfalte, in sehr seltenen Fällen auch an anderen Körperstellen. Betroffen sind überwiegend Männer mit kurzen dichten Haaren und starker Körperbehaarung im Alter zwischen 20 und 40 Jahren.

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Ästhetische Dermatologie

In der ästhetischen Dermatologie geht es darum, das Hautbild im Allgemeinen zu verbessern und einzelne Gesichts- und Körperareale im Speziellen mit Hilfe von wissenschaftlich fundierten Methoden zu optimieren. Der Übergang zur klassischen Dermatologie, also der Behandlung von Hauterkrankungen, ist fließend. So werden auch Hautleiden wie zum Beispiel die chronisch entzündliche Rosazea behandelt oder die Gesichtsmimik etwa nach Schlaganfall oder einer Verletzung weitegehend normalisiert.

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Botox und Filler

Beide Methoden sind tragende Therapieansätze in der ästhetischen Dermatologie. Botulinumtoxin, kurz Botulinum oder Botox genannt, wird biotechnisch aus Bakterien gewonnen und ist eine seit mehr als 30 Jahren umfassend untersuchte Arznei. In Deutschland sind 3 Präparate von der Arzneimittelbehörde zugelassen. Sie glätten und straffen die Haut, indem sie die Mimikmuskeln entspannen. Auf diese Weise lindern Botox-Arzneien insbesondere im oberen Gesichtsbereich die Ausdrucksfalten.

Füllsubstanzen dagegen polstern und formen das Gesicht. Es handelt sich dabei um Hyaluronsäure, einen körpereigenen Stoff, der Wasser bindet und damit der Haut Feuchtigkeit schenkt. Mit den Jahren produziert der Organismus weniger Hyaluron und die Spannkraft der Haut lässt nach. Je nach individueller Hautbeschaffenheit und Faltentiefe werden unterschiedliche Hyaluronsäuren angewendet.

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Rhinophym

Ein Rhinophym ist eine große knollig verformte und zerfurchte Nase. Die Krankheit ist eine schwere Form der chronisch entzündlichen Hauterkrankung Rosazea. Sie wird umgangssprachlich auch „Knollennase“ genannt. Betroffen sind vor allem Männer im Alter von 50 bis 70 Jahren. Ein Rhinophym entsteht über viele Jahre und ist weder schmerzhaft noch ansteckend.

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Narben und Keloide

In der Regel führt jede Verletzung der Haut schließlich zu einer Narbe, die mit der Zeit immer mehr verblasst. Nur sehr oberflächliche Wunden heilen ohne Narbe. In manchen Fällen jedoch entstehen überschießende, so genannte hypertrophe Narben, die verdickt sind. Wuchert sie über das Narbenareal hinaus in die umliegende gesunde Haut, handelt es sich um ein Keloid. Es ist gutartig, kann aber über Jahre immer weiterwachsen und bildet sich nicht von allein zurück. Frauen und Männer sind gleichermaßen von Narben und Keloiden betroffen. Menschen mit dunkler Hautfarbe haben ein 20-fach erhöhtes Risiko, ein Keloid zu entwickeln; Asiaten sind bis zu 15 Prozent mehr gefährdet.

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Malignes Melanom

Ein Melanom geht von den pigmentbildenden Zellen aus, den Melanozyten. Diese Hautzellen bilden den Farbstoff Melanin, der dafür sorgt, dass wir bei Sonneneinstrahlung braun werden. Ein Melanom wird wegen seiner meist dunklen Farbe auch als „schwarzer Hautkrebs“ bezeichnet. Der schwarze Hautkrebs ist im Vergleich zum weißen Hautkrebs wesentlich gefährlicher (maligne = bösartig), weil der Tumor dazu neigt, schneller Metastasen zu bilden. Die meisten Melanome werden allerdings früh entdeckt.

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Basalzellkarzinom

Das Basalzellkarzinom, veraltet Basaliom genannt, gehört zusammen mit dem Plattenepithelkarzinom zum sogenannten „weißen Hautkrebs“. Es ist in Mitteleuropa der häufigste bösartige Tumor. In Deutschland wurden im Jahre 2016 bei schätzungsweise 170.550 Menschen ein Basalzellkarzinom diagnostiziert. Werden die ersten kleinen Hautstellen im Frühstadium operativ entfernt, heilen sie vollständig aus. Ist das Basalzellkarzinom weit fortgeschritten, ist es schwer zu behandeln.

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Plattenepithelkarzinom

Das Plattenepithelkarzinom – auch Spinaliom oder Stachelzellkrebs genannt – ist nach dem Basalzellkarzinom der zweithäufigste bösartige Hauttumor. Beide Hautkrebsarten gehören zum weißen Hautkrebs. Sowohl das Plattenepithelkarzinom als auch das Basalzellkarzinom können nach und nach umliegendes Gewebe zerstören. Darüberhinaus kann es in selten Fällen passieren, dass sich ohne Behandlung Metastasen bilden, also Tochtergeschwülste an anderen Organen. Wird das Plattenepithelkarzinom allerdings früh erkannt, dann stehen die Heilungschancen gut.

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Akne inversa

Akne inversa, auch Hidradenititis suppurativa genannt, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung der Haarfollikel. Das sind winzige längliche Einstülpungen der Haut, in denen jedes einzelne Haar verankert ist. In Deutschland leiden rund 830.000 Menschen an dieser Krankheit, Frauen häufiger als Männer. Akne inversa verläuft in Schüben, das heißt, sie kann über längere Zeit gleichbleiben, abklingen oder sich verschlimmern. Die Erkrankung ist körperlich und seelisch sehr belastend. Viele Betroffene leiden unter starken Schmerzen, schämen sich vor anderen und ziehen sich aus dem sozialen Leben zurück. Die Lebensqualität, insbesondere das Sexualleben, ist enorm beeinträchtigt.

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Dermatofibrosarkom protuberans (DFSP)

Bei dem DFSP handelt es sich zwar um das häufigste Sarkom der Haut, es ist aber auf die Bevölkerung gesehen sehr selten. Männer und Frauen erkranken gleichermaßen. Im Durchschnitt sind die Betroffenen rund 40 Jahre alt, wenn dieses Sarkom erstmals diagnostiziert wird. Risikofaktoren sind bislang nicht bekannt. Ein Sarkom ist eine bösartige Tumorerkrankung, die vom Knochen-, Muskulatur- oder Bindegewebe ausgeht.

Bezeichnend für den DFSP-Tumor ist, dass es fast nie Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, bildet und extrem langsam wächst. So kann es Jahre bis Jahrzehnte dauern, bis sich aus den ersten Anzeichen ein größerer Tumor entwickelt hat. Er ist nur „halb-bösartig“, die Betroffenen haben recht gute Aussichten.

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Lipom

Ein Lipom ist eine gutartige Geschwulst, die aus Fettzellen besteht. So leitet sich auch der Name ab: Fette und fettähnliche Substanzen werden als Lipide bezeichnet. Meistens befindet sich ein Lipom direkt unter der Haut und ist als kleine Beule sichtbar, zum Beispiel im Nacken, an den Schultern, an Armen, Beinen oder Rücken. Ein Lipom tut in der Regel nicht weh und wächst nur langsam. Sehr selten kann es zu einem bösartigen Liposarkom entarten. Meistens handelt es sich um ein einzelnes Lipom, und nicht um mehrere. Es tritt bei etwa einem Prozent der Bevölkerung auf, Männer sind häufiger betroffen, oft im mittleren Lebensalter.

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Merkelzellkarzinom (MCC)

Ein Merkelzellkarzinom ist ein seltener, aggressiver und schnell wachsender Hautkrebs. Er bildet früh Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, in Lymphknoten und anderen Organen. Betroffen sind vor allem ältere Menschen im Alter von rund 70 Jahren, Männer etwas häufiger als Frauen. Der Name der Erkrankung rührt daher, dass man lange Zeit dachte, dass die Merkel-Zellen in der Haut Ursprung für diesen Krebs sind. Denn diese Hautzellen, die eine Rolle beim Tastsinn spielen, ähneln in manchen Dingen den Krebszellen. Die Annahme gilt inzwischen als überholt.

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Angiosarkom (AS)

Das Wort Sarkom leitet sich von dem altgriechischen Wort für „Fleisch“ ab. Sarkome sind seltene bösartige, meist aggressive Tumore im Knochen-, Muskulatur- oder Bindegewebe. Unter die hier beschriebenen Angiosarkome fallen verschiedene Tumore der Blut- oder Lymphgefäße der Haut. Beide Gefäßsysteme gehören zum Bindegewebe. Je nachdem, wo die Tumore auftreten, unterscheidet man das am häufigsten vorkommende Angiosarkom auf der Kopf- und Gesichtshaut und das eher seltene Angiosarkom nach einer Strahlentherapie in den bestrahlten Hautarealen. Ebenfalls nur sehr wenige Patienten haben ein Lymphangiosarkom. Es betrifft meist Frauen mit chronischen Lymphödemen der Beine und Arme.

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Seltene Hauttumore

Zu den Tumorerkrankungen der Haut, an denen nur ausgesprochen wenig Betroffene leiden, zählen unter anderem das Angiosarkom (AS), das Dermatofibrosarkoma protuberans (DFSP) und das Merkelzellkarzinom (MZK). Am Angiosarkom erkranken bundeweit 30 Einwohner pro Jahr, am Merkelzellkarzinom knapp 600, man bedenke: von insgesamt rund 83 Millionen Menschen in Deutschland.

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News DGDC

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unserem langjährigem Mitglied und ehemaligem Präsidenten der DGDC.

Die Deutsche Gesellschaft für Dermatochirurgie (DGDC) sieht die dermatochirurgische Aus-, und Weiterbildung junger Kolleginnen und Kollegen sowohl im Rahmen der Facharztweiterbildung als auch darüber hinaus als eine zentrale Verantwortung.

Die dermatochirurgische Aus- und Weiterbildung erfordert ein hohes Maß an Interesse, Neugier, Disziplin und vor allem beständigen Austausch mit dermatochirurgisch versierten Kolleginnen und Kollegen, um das komplette Spektrum dieser Subspezialität zu beherrschen. Nur Übung macht auch hier den Meister!