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Lipom

Was ist ein Lipom?

Ein Lipom ist eine gutartige Geschwulst, die aus Fettzellen besteht. So leitet sich auch der Name ab: Fette und fettähnliche Substanzen werden als Lipide bezeichnet. Meistens befindet sich ein Lipom direkt unter der Haut und ist als kleine Beule sichtbar, zum Beispiel im Nacken, an den Schultern, an Armen, Beinen oder Rücken. Ein Lipom tut in der Regel nicht weh und wächst nur langsam. Sehr selten kann es zu einem bösartigen Liposarkom entarten. Meistens handelt es sich um ein einzelnes Lipom, und nicht um mehrere. Es tritt bei etwa einem Prozent der Bevölkerung auf, Männer sind häufiger betroffen, oft im mittleren Lebensalter.

Wie sieht ein Lipom aus?

Ein Lipom lässt sich gut erkennen und gut ertasten, wenn es direkt unter die Haut liegt: Eine runde oder ovale Beule, die sich recht weich bis prall und gummiartig anfühlt und sich mit den Fingerspitzen gut verschieben lässt. Beim Berühren schmerzt der „Knubbel“ in der Regel nicht. Die Haut darüber ist weder gerötet noch erwärmt, sondern sieht ganz normal aus. Meistens kommt ein Lipom im Schulter-Nacken-Bereich, Rücken, Armen oder Beinen vor. Gesicht, Kopfhaut, Hände oder Füße sind nur selten befallen. Meist wachsen Lipome sehr langsam und werden in der Regel nur wenige Zentimeter groß.

Tipp

Fühlt sich die Fettbeule fest und hart an, wächst sehr schnell oder lässt sich nicht hin- und herschieben, sollten Sie eine Hautärztin oder einen Hautarzt aufsuchen.

Wie wird ein Lipom diagnostiziert?

Der Hautarzt kann häufig ohne zusätzliche Geräte ein Lipom diagnostizieren. indem er die Geschwulst genau in den Blick nimmt und betastet: Der elastische Knoten lässt sich leicht verschieben. Zur Absicherung der Diagnose bietet sich eine Ultraschalluntersuchung an. Lässt sich die Beule nicht gut hin- und herbewegen, kann das ein Hinweis darauf sein, dass die Geschwulst in das umliegende Gewebe gewuchert und bösartig ist. Sehr selten nämlich kann ein Lipom zu einem Liposarkom, einem bösartigen Tumor entarten. Eine Biopsie, bei dem eine Gewebeprobe für eine mikroskopische Untersuchung entnommen wird, kann klären, ob es sich um eine bösartige Wucherung handelt. Genauer untersucht werden sollte die Fettbeule auch, wenn sie sich fest und hart anfühlt oder schnell wächst.

Zitat

„Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Lipom gefährlich werden kann, ist minimal.“ Dr. Gerd Gauglitz, Hautarzt in München und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Dermatochirurgie

Was sind die Ursachen für ein Lipom?

Bisher weiß man nicht, warum sich bei einigen Menschen ein Lipom bildet, bei anderen nicht. Genetische Ursachen werden vor allem dann diskutiert, wenn viele Fettbeulen gleichzeitig auftreten oder sich Fettgewebe diffus vermehrt – eine sogenannte Lipomatose. Ob Lipome eher bei Diabetikern oder Menschen mit Stoffwechselerkrankungen vorkommen, ist noch nicht geklärt. Zumindest bei einer Lipomatose scheint es einen Zusammenhang mit diesen beiden Erkrankungen zu geben. Auch besteht eine Verbindung zwischen Alkoholmissbrauch und Lipomatose. Fettleibigkeit spielt nur bei einer speziellen Form der Lipomatose eine Rolle, die vorwiegend Frauen mit Adipositas im mittleren Alter trifft. Ansonsten hat ein Lipom nichts mit dem Gewicht zu tun. Auch bei schlanken Menschen kann sich ein Lipom entwickeln, und Abnehmen lässt zwar Fettpölsterchen wegschmelzen, aber keine Fettgeschwulst.

Wie wird ein Lipom behandelt?

Ein Lipom muss nicht behandelt werden – wenn es keine Beschwerden verursacht und wenn kein Verdacht auf Bösartigkeit besteht. Es kann aus optischen Gründen entfernt werden oder wenn es recht groß ist oder ungünstig liegt: Dann kann die Geschwulst auf einen Nerv, ein Blutgefäß, einen Muskel oder eine Sehne drücken und Schmerzen verursachen.

Ein Lipom lässt sich oft gut herausschneiden: Da der „Fettknubbel“ von einer feinen Kapsel umgeben und nicht mit der Umgebung verwachsen ist, reicht häufig ein kleiner Schnitt und die Ärztin, der Arzt kann die Geschwulst als Ganzes herausschälen. Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant unter örtlicher Betäubung. Eine Narkose kann nötig sein, wenn das Lipom tiefer liegt oder größer ist oder mehrere Lipome entfernt werden müssen.

Eine Alternative ist womöglich eine Fettabsaugung, auch Liposuktion genannt. Diese Technik kommt dann infrage, wenn es sich um mehrere Lipome oder eine größere Fettansammlung handelt und man Operationsnarben vermeiden möchte. Bei kleinen Lipomen, die keine feste Kapsel haben, könnte die „Fett-weg-Spritze“ einen Versuch wert sein. Damit lässt sich das Fettdepot eventuell auflösen.

Quellen und weitere Informationen

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